Was ist kontexten?

kon|texten

ist ein Verb und bedeutet:
verknüpfen, verweben, verflechten
Definition

kon|texten

(Verb)
lat. contexere → verknüpfen, verweben, verflechten

Unter kontexten wird eine bestimmte Art und Weise verstanden, die Welt zu betrachten und daraus heraus zu handeln. Beides verbindet und verwebt Menschen, Themen und Strukturen. Dabei entstehen Positionen, die Orientierung geben.

Tun-Wort kontexten beschreibt eine aktive Handlung.
Seit 2012 Das Verb wurde im Kontext der Kulturtechnik geprägt.
(Noch) nicht im Duden Der Begriff entwickelt sich aus der praktischen Anwendung heraus.
Unterschied zu "Kontext" Kontext beschreibt – kontexten gestaltet.

Dass der Mensch diese ihm innewohnende Fähigkeit zu kontexten kultiviert, Werkzeuge und konkrete Fertigkeiten dafür entwickelt und bewusst einsetzt, macht Kontexten zur Kulturtechnik.

Die Grundidee

Menschen, Themen und Strukturen verbinden

Kontexten versteht die Herausforderungen unserer Zeit als Gestaltungsaufgabe im Zusammenspiel von Menschen, Themen und Strukturen.

Die Probleme im 21. Jahrhundert

Die Probleme liegen weder ausschließlich im einzelnen Menschen noch allein in bestehenden Strukturen. Sie entstehen in der Art und Weise, wie Menschen, Themen und Strukturen zusammengeführt werden.

Der Lösungsweg

Diese Herausforderung kann der Mensch im Verbund mit anderen lösen. Entscheidend ist, sich aktiv auf den Weg einzulassen, Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam gestaltend zu handeln.

kontexten ist keine einzelne Methode. Es bringt Menschen, Themen und Strukturen in Bewegung und ermöglicht ein Handeln in Richtung Eigenwohl und Gemeinwohl gleichermaßen.

Beim Kontexten werden aktuelle Nöte in den Lösungsweg integriert und in aktives Handeln überführt. Organisationsstrukturen und Entscheidungsprozesse sollen so gestaltet sein, dass ein gewinnendes Zusammenspiel aller Beteiligten entstehen kann.

Zur Praxis →
Kontexten Kompass
Wirkung

Verbinden. Beziehung. Handlungs­fähigkeit.

Kontexten verbindet Menschen, Themen und Strukturen zu einem gewinnbringenden Zusammenspiel für alle.

So entstehen tragfähige Beziehungen, in denen gemeinsame Orientierung möglich wird.

Aus dieser Verbundenheit heraus wächst Handlungsfähigkeit – auch in komplexen und dynamischen Situationen.

Kontexten fußt auf einem kontextualistischen Menschen- und Weltbild, das nichts und niemanden einschließt und nichts und niemanden ausschließt.

Zu den Grundlagen →

Der Unterschied zwischen
Kontext und kontexten

Der Kontext (Substantiv) bezeichnet einen bestehenden Zusammenhang.
kontexten (Verb) beschreibt einen aktiven Prozess, in dem Kontext bewusst gestaltet wird.

Kontext

Kontext bringt Verständnis über Zusammenhänge.
Rahmen in dem etwas stattfindet
Verständnis über Strukturen und Dynamiken
Beschreibung macht einen Zustand sichtbar

kontexten

kontexten gestaltet Beziehungen und Strukturen bewusst.
handeln zum größtmöglichen Gesamtwohl
verbinden von Menschen, Themen und Strukturen
wirken in Lern-, Arbeits- und Erfahrungsräumen
Der Unterschied zu klassischen Ansätzen

Systemisch – hypno­systemisch – strukturell

Kontexten beschreibt keinen linearen Problemlösungsweg, sondern einen gestaltenden Zugang zu komplexen Zusammenhängen.

Nicht linear

Es geht nicht vom Problem direkt zur Lösung, sondern um das Erkennen und Gestalten von Zusammenhängen.

Komplexität bleibt erhalten

Kontexten vereinfacht nicht, sondern schafft Orientierung und Navigation in komplexen Situationen.

Systemisch gedacht

Menschen, Themen und Strukturen werden als zusammenhängend und wechselseitig wirkend verstanden.

Nicht lösungsfixiert

Die Richtung ist klar: Eigenwohl und Gemeinwohl gleichermaßen. Umsetzung beginnt sofort im ersten Schritt.

Hypnosystemische Wirkweise

Menschen handeln nicht nur rational, sondern auch über innere Bilder, Gefühle und unbewusste Muster. Durch Utilisation wird das Vorhandene als Ressource genutzt – Veränderung entsteht aus dem System heraus.

Strukturelle Wirkung

Durch Strukturbauteile wie Haltungsräume, Abläufe, Entscheidungen oder Rituale entstehen neue Formen des Handelns. Niemand muss zurückgelassen werden, um Entwicklung möglich zu machen.

Kontexten stellt ein Vorgehensmodell zur Verfügung, das auf allen Wirkungsebenen funktioniert – vom Individuum, zwischenmenschlich, in Gruppen und Organisationen bis zur Gesellschaft.

Kontexten beschreibt eine Praxis
im Denken, Handeln und Gestalten von Wirklichkeit.
Kontexten Natur Mensch Weltbild

Ein neuer Deal

Die Gesellschaft wächst ausgehend vom einzelnen Menschen über die Verbindung aller. Sie zieht immer weitere Kreise. Das braucht Regeln, Strukturen und Kultur, wie wir zusammenleben und das Ganze koordinieren können.

Ein Weg ist, zentrale Bereiche einer Gesellschaft – Bildung, Ethik, Wirtschaft, Politik, Gesundheit, Medien, Familie, Kultur – so aufeinander abzustimmen, dass ihr Wirken in Richtung Eigenwohl und Gemeinwohl gleichermaßen weist.

Das fordert den Einzelnen und die Gemeinschaft über das eigene Leben hinaus und ermöglicht Organisationsformen, die auch nachfolgenden Generationen dienen.

Es wäre ein neuer Deal in eine Richtung: Themen und Strukturen so miteinander zu verbinden, dass sie dem Menschen und der Natur dienen.

Ausgangspunkt dafür ist der einzelne Mensch.

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