Historie
Die Kontexterin, wer da war und was entstand.
Eine Geschichte über das Kontexten, die Kontexterin, die mit ihr verbundenen Menschen und deren Tun.
Intro
Was ist es, das Menschen leiden lässt?
Was ist es, dass Angst, Krieg, Hunger, Müll, Kränkung in unterschiedlichen Welten so viel Raum einnehmen?
Welche Welt will ich meinen Kindern hinterlassen? Und sagen, schau, dafür stehe ich und dafür habe ich als erwachsener Mensch gesorgt.
Welche Fähigkeiten möchte ich meinen Kindern durch mein ’so leben‘ zeigen und somit verfügbar machen?
Und welche Perspektiven für die Zukunft möchte ich den Kindern zur Verfügung stellen?
Diese Fragen in Kombination mit aktuell vorherrschenden Formen von Welt- und Menschenbildern führten Claudia Wagner zur Identifikationsfigur Die Kontexterin und mit ihr zur Benennung der Kulturtechnik – kontexten.
Klarheit und Hingabe
„2012 war es klar. Ich stand im freien Gelände in Saalfelden Richtung Leogang. Es muss endlich kon-textil sein. Mit Stoffen, mit Fasern, mit Bauern, mit dem Land, dem Boden und den Menschen … das Spinnen, das Weben, das Entwickeln und Verbinden und Nähen. Einfach mit Haut und Haar. Mit Hingabe eben. Es geht um den Stoff der die Welt zusammen hält. Im Krieg wie im Frieden, im Tod wie im Leben. Darum soll es für mich die nächsten Jahrzehnte gehen. Das soll die Welt sein mit der ich mich die nächsten Jahrzehnte näher und in der Tiefe beschäftigen werde sollen.“

Nach Jahren des Erforschens, Hörens, Schauens, Lernens, Denkens, Staunens, Handelns, Begegnens und Bewegens wurden 2013 und 2014 die ersten Werkzeuge und Referenzmodelle, die dem Kontexten als Handwerk und Kulturtechnik dienen, entwickelt.
Das (Kon-) Textile war stets Anker, Antriebskraft und die handfeste Orientierung im Erschließen dieser Kulturtechnik. Es ist das Bild des Spinnens und Webens eines Weltenstoffes. Der Stoff aus dem die Welten sind und dem Stoff, der die Welt zusammenhält.


Das Bild der Kontexterin entstand in dieser Schaffensphase und trat 2014 in Erscheinung. Einige wichtige Wegbegleiter und Wegbegleiterinnen waren hierbei Silke Förster, Günter Strobl, Vivian Förster und die Kinder.
Der Ort war zu dieser Zeit ein Grundstück mit einem 250 Jahre alten Bauernhäuschen im oberen Waldviertel, am Rande des böhmischen Waldes im Bandlkramerland.
Das Feuer
Was es macht und was es braucht.
Das Feuer im Innen und im Außen. Immer wieder ein Anzünden und Schüren von Feuer. Inmitten von Abglimmen der Glut und der Zerstörungskraft des Feuers. Dies verlangt Fingerspitzengefühl, Erfahrung, Wissen und Hingabe. Diese Choreografie mit dem Feuer brauchte es für die Entwicklung und Kommunikation vom Kontexten, in der vorliegenden Differenziertheit.
Und es sind beides Kulturtechniken. Feuermachen und kontexten.
Kontexten ist immer wieder auch ein bisschen Feuer machen in Wüsten des Lebens.
Was die Kontexterin noch war
Von 2014 – 2016 wirkte Die Kontexterin als Identifikations-konstrukt, um die Tätigkeit des Kontextens greifbarer und nutzbarer zu machen. Darüber hinaus dient Die Kontexterin von da an bis Ende 2016 als Unternehmensname, der Claudia Wagner und ihre Kinder mit dem Gewerbe der Unternehmensberatung mit den nötigen finanziellen Mitteln für den Lebensunterhalt versorgt.
Seit Anfang 2017 führt Claudia Wagner ihr Einzelunternehmen unter eigenem Namen. Von da an dient Die Kontexterin losgelöst von der Person Claudia Wagner als geschichtlicher Startpunkt für das Handwerk und die Kulturtechnik Kontexten zum Eigenwohl und Gemeinwohl gleichermaßen. Mit dem Wissen um das Phänomen fraktaler Kongruenz.
Das Bild von kontextender Führung und Entwicklung von Unternehmen wird ebenfalls in dieser Zeit theoretisch und handwerklich fundiert ausgearbeitet und seit 2014 von DOCK12 eigenwohl- und gemeinwohlorientierten Unternehmen zur Verfügung gestellt.


Im ersten Halbjahr 2016 wurden verschiedene Webseiten wie kontexten.org von Claudia Wagner, Jan Six, Christian Kosmaier, Günter Strobl und Alexandra Muhm gekontextet und damit geschaffen. Das Wissen vom Kontexten und die Möglichkeit, dazu seine Fähigkeiten im praktischen Handeln zu erweitern sollen jedem Menschen, der das möchte, zugänglich sein. Diese ersten beiden Webseiten und der Aufbau von Kontextereien sind Schritte in diese Richtung.
Eine Archivversion der Webseite 2016 ist hier verfügbar.

2017 wird die k-Struktur GmbH gegründet. Sie verwaltet die Lizenzrechte für eine kommerzielle Nutzung der beiden Kulturtechniken Kontexten und C-moving und stellt diese interessierten Unternehmen, die in Richtung Eigenwohl und Gemeinwohl gleichermaßen wirtschaften möchten, zur Verfügung.
In diese Zeit fällt auch die Gründung des Verlags Rosa Zwetschke, der seit dieser Zeit an der Herausgabe menschen- und weltenverbindender Publikationen arbeitet.

c-moving, das Konzept und der praktische Handlauf für gesellschaftlich bewegen, wird benannt und veröffentlicht. Fraktal kongruente Organisiertheit in Richtung Eigenwohl und Gemeinwohl gleichermaßen ist nun ein selbstverständliches Element in der kongruenten Verbindung von Handeln und Struktur.
Im April erscheint die 1. Kontexterei Post aus dem Verlag Rosa Zwetschke für Mitglieder der Kontexterei Rauris und solche die es werden wollen.

2019 öffnet die Kontexterei in Rauris ihre Pforten als Nahversorgerin in Sachen kontexten und textile Handwerksproduktions- und Vertriebsstätte.
Der Lehrgang 100 % kon-textil verlegt zu dieser Zeit seinen Veranstaltungsort in den Co-Workingspace in die Marktstraße 33 in Rauris. Weitere k-Unternehmen nutzen den Co-Working Space mitten in Rauris.
Der Verlag Rosa Zwetschke startet im April mit der Publikation von Texten zum Thema „Leben ist Wirtschaften“ und weiteren kontextuellen Texten in verschiedenen Rubriken: interaktive Texte, Geschichten und fachliche Inputs.
Im Juli ist die digitale Geburtsstunde von Kontextilia, die in die Welt zieht.
Von Beginn an – 2012 – hat sich schrittweise das Berufsbild Kontexterin / Kontexter entwickelt, das 2020 publiziert wurde.

Im Juli wird das Bild der Substanzwirtschaft geschaffen. Das Konzept fußt auf dem Kontexten und C-moving und orientiert sich an einer substanznährenden und substanzerhaltenden Wirtschaft in Richtung Eigenwohl und Gemeinwohl gleichermaßen.
Trend
Immer mehr Menschen bekommen Kenntnis über das Kontexten und möchten dieses Wissen und die Fähigkeit zu kontexten für sich erschließen und präzisieren. Diese Möglichkeit ist im Ursprung des Kontextens angelegt. Es ist eine Kulturtechnik, die von jedem Menschen, der diese nutzen möchte, auch genutzt werden kann – frei von seiner jeweiligen Kaufkraft und immer passend zu seinem jeweiligen (Erfahrungs-) Wissen.
Aufgrund des Erfolges im Lebensraum gewinnt kontexten für immer mehr Unternehmen Bedeutung, stößt da auf Interesse und auf handlungsorientierte Menschen. Das zeigt sich, indem kongruentes kontexten in Unternehmen stetig Einzug hält und Menschen Interesse bekunden, an unterschiedlichen Orten regionale Kontextereien aufzubauen.
Die Kulturtechniken kontexten und c-moving verbreiten sich nun über die einzelnen Menschen automatisch in den verschiedenen Lebensräumen und auf unterschiedlichen Handlungsebenen.
Das schafft einen regionalen, überregionalen und generationenübergreifenden Lernraum in dem wirtschaften und kontexten über Fakten- und Erfahrungswissen zur Verfügung gestellt wird.
Die Webseiten von Claudia Wagner und DOCK12 werden überarbeitet und relaunched.
Die Arbeiten an der Figur der Kontextilia nehmen Formen an.

"Kontextilia zieht in die Welt" erscheint im Rosa Zwetschke Verlag. Es ist ein Heft voller episodischer Erzählungen inkl. DIY Zubehör in einer Box.

Das Buch „Kontexten – Wie man sich selbst und Systeme bewegt.“ erscheint im April 2024 im Rosa Zwetschke Verlag. Es bietet Einblicke in die Entstehungsgeschichte, zentrale Referenzmodelle, Wirkmechanismen und Werk- zeuge des Kontextens. Es bietet Inspiration für den Alltag, um neue Perspektiven, Einsichten und Handlungsmöglichkeiten zu gewinnen.

"Mit dem Kontexten wird ein Modell vorgelegt, wie ausgehend vom einzelnen Menschen nachhaltige Entwicklung so gestaltet, gefördert und geschult werden kann, dass ein individuelles und kollektives Handeln zum eigenen Wohl und auch zum Wohl der Gemeinschaft die natürliche Folge ist. [...] Es wird eine konstruktive Verbindung zwischen der Individualebene und der Strukturebene hergestellt. Ein wesentlicher Aspekt dabei ist die Kompetenz, Strukturen so zu bauen, dass sie in Richtung Eigenwohl und Gemeinwohl gleichermaßen wirken und auf diese Weise kollektives Handeln generationenübergreifend institutionalisiert wird."
Kulturtechnik Kontexten: Ein menschen- und weltenverbindender Ansatz für die globale Transformation.
Dank
Dank an alle Menschen, die im Moment kontexten und c-moving weiter kultivieren und weiter tragen und so für das Eigenwohl und Gemeinwohl gleichermaßen sorgen.
Der Boden
Vom Tragen und Halten über die Jahre.
Der Boden auf dem wir gehen,
auf dem wir stehen,
wenn der trägt,
dann gibt das Sicherheit und Halt.
Der sichere Mensch
kann gleichmutig sein.
Innen gleich mutig wie außen.
In jedem Moment und über die Jahre.