Kontexten - Bedeutung und Definition
Kontexten ist eine Kulturtechnik und ein Verb, das Menschen, Themen und Strukturen so miteinander verbindet, dass Handlungsfähigkeit in Richtung Eigenwohl und Gemeinwohl gleichermaßen entsteht.
Kontexten ist ein Verb.
Es beschreibt eine Kulturtechnik des verbindenden Handelns zwischen Menschen, Themen und Strukturen.
DEFINITION
kon|texten (Verb)
lat. contexere → verknüpfen, verweben, verflechten
Unter kontexten wird eine bestimmte Art und Weise die Welt zu betrachten und das daraus resultierende Handeln des Menschen verstanden. Beides verbindet und verwebt Menschen, Themen und Strukturen. Dabei entstehen Positionen, die Orientierung geben.
kontexten ist ein Tun-Wort
- Es wurde ab 2012 geprägt
- Es ist (noch) nicht im Duden
- Es wird oft mit „Kontext“ verwechselt
Beim Kontexten geht es um das bewusste Verbinden von Menschen, Themen und Strukturen.
Dass der Mensch nun diese ihm innewohnende Fähigkeit zu kontexten kultiviert, Werkzeuge und konkrete Fertigkeiten dafür entwickelt und diese bewusst einsetzt, macht Kontexten zur Kulturtechnik.
Der Unterschied zwischen Kontext und kontexten
Kontext bringt Verständnis über Zusammenhänge.
Kontexten ist dafür da, alles so miteinander in Bewegung zu bringen, dass es dem Leben dient.
Kontext beschreibt einen Zustand.
kontexten ist eine Handlung.
Kontext = Rahmen, in dem etwas stattfindet
kontexten = aktives Gestalten des Rahmens
Kontext = statisch
kontexten = dynamisch
DIE INNOVATION DER EINENDEN RICHTUNG
Eigenwohl und Gemeinwohl gleichermaßen
Für alle Wirkungsebenen
Mit dem Kontexten werden die Zusammenhänge sichtbar, in denen wir stehen – und aus denen heraus sich Wahrnehmung, Beziehung und Handeln auf allen Ebenen neu ordnen können:
- gesellschafts- und kulturübergreifend
- gruppen- und organisationsübergreifend
- auf der Ebene von Organisationseinheiten
- in Gruppen
- zwischenmenschlich
- Individualebene
Wenn die Richtung klar ist, in die menschliches Handeln wirken soll, dann kann sich das Kleine und das Große neu organisieren.
Kontexten benennt diese einende Richtung mit Eigenwohl und Gemeinwohl gleichermaßen.
Ein neuer Deal
Die Gesellschaft wächst ausgehend vom einzelnen Menschen über die Verbindung aller. Sie zieht immer weitere Kreise. Das braucht Regeln, Strukturen und Kultur, wie wir zusammenleben wollen und das Ganze koordinieren können.
Ein Weg ist, zentrale Bereiche einer Gesellschaft – zum Beispiel Bildung, Ethik, Wirtschaft, Politik, Gesundheit, Medien, Werbung, Familien, Gemeinden, Kultur – so aufeinander abzustimmen, dass das Wirken aller in Richtung Eigenwohl und Gemeinwohl gleichermaßen weist.
Das fordert den Einzelnen und die Gemeinschaft über das eigene Leben hinaus und ermöglicht Organisationsformen, die auch den nachfolgenden Generationen dienen.
Es wäre ein neuer Deal in eine Richtung, Themen und Strukturen so miteinander zu verbinden, dass sie dem Menschen und der Natur dienen.
Ausgangspunkt dafür ist der einzelne Mensch.
Kontexten verbindet Menschen, Themen und Strukturen zu einem Zusammenspiel in Richtung Eigenwohl und Gemeinwohl gleichermaßen – und davon profitieren alle.
